Seit Anbeginn der Zeit sind Flechtfrisuren aus der Haarmode nicht mehr wegzudenken. Sie dienten lange Zeit als Indikator für den sozialen Status eines Menschen. Auch heute noch sehr beliebt, beweisen sie, dass sie nach wie vor einen festen Platz auf unseren Köpfen einnehmen. Diese an sich klassische Frisur erfindet sich ständig neu und überrascht uns mit immer gewagteren Variationen. Deshalb möchte ich heute die Geschichte dieses zeitlosen Klassikers der Haarmode beleuchten.
DIE ERSTEN ZÖPFE DER GESCHICHTE
Die ersten Spuren von Zöpfen wurden auf zwei Statuen aus der Vorgeschichte gefunden. Zahlreiche Statuetten zeigen, dass Frauen dieser Epoche diese Frisur gerne trugen. Später, im Alten Ägypten, schmückte sich die mythische Königin Kleopatra gerne mit großen Zöpfen, verziert mit Schmuck und Goldfäden. Als Indikator des sozialen Ranges mussten die Frisuren sehr aufwendig sein. Viele Zöpfe einzuflechten, war ein Zeichen von Reichtum.
Während des Römischen Reiches war es üblich, dass Frauen den vorderen Teil ihres Haares lockten und den Rest zu einem Kranz oder Dutt flochten. Wie im Alten Ägypten war die Qualität der Frisur ein Symbol für den Platz in der Gesellschaft.
DER ZOPF DURCH DIE WELT
Wir alle haben dieses Bild der Indianerin mit den zwei Zöpfen. Doch jeder indianische Stamm hatte seine eigene Beziehung zu dieser Frisur. Einige trugen zwar die zwei Zöpfe, aber für andere Ethnien konnten sie ein Zeichen des Zölibats sein oder waren ausschließlich Männern vorbehalten. Bei unseren keltischen Freunden wurde der Zopf lediglich als praktische Art angesehen, die Haare zu frisieren. Im Mittelalter waren Zöpfe ein großer Klassiker der Frisur. Allerdings mussten alle Frauen Hauben tragen, um ihre Haare zu verdecken, da sie sonst als Hexen angesehen werden konnten. In China hatten Zöpfe eine große Bedeutung, insbesondere für Männer. Sie trugen dann die Hälfte des Schädels rasiert und die andere Hälfte zu einem sehr langen und dünnen Zopf geflochten. Diejenigen, die sich nicht so frisierten, konnten des Ungehorsams beschuldigt und hingerichtet werden.
DER MODERNE ZOPF
Heute ist der Zopf zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres Haar-Repertoires geworden. Ob Afro-Zöpfe, Fischgrätenzöpfe, Zopfkronen oder sehr aufwendige Zöpfe, sie sind überall: auf den Laufstegen, auf der Straße oder bei den Stars. Auf Pinterest, dem Netzwerk zum Teilen inspirierender Bilder, haben Zöpfe einen besonderen Platz. Die „Pins“ mit Zopf-Ideen sind 2015 um 21 % gestiegen.